1. Platz beim 19. Nationalpark Bike-Marathon

Hallo zusammen!

Gestern nahm ich beim 19. Nationalpark Bike-Marathon in S-Chanf teil. Die Strecke ging über 47 Kilometer und 870 Höhenmeter von S-Chanf nach Scuol. Auf dieser Strecke machten wir ungefähr 1.000 Höhenmeter abwärts und 870 Höhenmeter aufwärts, d.h. die Strecke ist leicht abfallend nach Scuol, was das ganze aber nicht einfacher macht. Am Start standen 332 Fahrer- und innen, darunter extrem starke Fahrer wie z.B. der Vorjahressieger Flurin Staub, Yannick Reichen, Felix Stehli, Flavio Cadalbert, Floris Eichholzer, Janet Aliesch, Alwin Hiestand, Moreno Florineth,…. um nur sehr wenige zu nennen. Pünktlich um 13.00 Uhr erfolgte der Startschuss für das 332 große Mann/Frau Starterfeld. Die ersten 2 Kilometer wurden neutralisiert hinter dem Safety Car gefahren und dann ging es auf die 47 Kilometer lange Tour. Gleich nach dem Startschuss zogen die „jungen wilden“ das Tempo an. Die Geschwindigkeit hatte gleich einen 4er davor. Es ging gleich auf Schotter und das Tempo war brutal. Jetzt folgten einige giftige Anstiege, dann sehr schnelle Abfahrten und wieder Anstiege. Das Tempo war brutal, ich hatte hier viel Mühe dabei zu bleiben. Nach gut 8 Kilometer Fahrt waren wir noch 12 Mann vorne. An jedem Anstieg wurde brutal attackiert, es war brutal hart. Die letzte Abfahrt kurz vor Zernez wurde brutal attackiert. Die Abfahrt war sehr kurvenreich und alles nur extrem looser Schotter. Vorne setzten sich die Jungen gleich ab, brutal wie hier geblockt wurde. Ich hatte bei einer Kurve die ich falsch eingeschätzt hatte brutal Glück, ich sah mich schon den Hügel drüber zu schanzen, keine Ahnung wie ich das noch gemanged hatte, vielen vielen Dank, dass alles gut ausging. Vorne waren dann 7 Mann weg und ich fuhr in einer 3er Gruppe hinterher. In Zernez nach 15 Kilometer folgte dann ein sehr steiler Anstieg über Wanderwege hinauf. Ich drücke was ging und konnte meine 2 Verfolger abschütteln. Nach der schnellen und technischen Abfahrt hinunter folgte wieder ein Schotterweg. Ich blocke was ging und konnte auf 2 Fahrer aufschließen und war somit wieder in einer 3er Gruppe unterwegs. Jetzt merkte ich schon, dass mein Rücken sich meldet, dachte mir aber nichts dabei. Wir 3 blockten zusammen, die meiste Zeit war ich vorne und gab einfach alles. Nach einigen giftigen Anstiegen und Abfahrten erreichten wir dann Lavin. Jetzt folgte ein gut 6 Kilometer langer sehr steiler Anstieg. Ich fuhr gleich unten volle rein und nur ein Fahrer konnte mit mir mitfahren. Es war brutal hart. Ich gab an diesem Anstieg alles, es war brutal hart, der Rücken und die Beine schmerzten ohne Ende. Ich litt ohne Ende. Irgendwann holten wir nochmals 2 Fahrer im Anstieg ein und waren dann zu 4 unterwegs. 2 Fahrer waren indemfall noch vor uns. Nach einigen Minuten wo ich litt ohne Ende, erreichten wir dann das Hochplateau. Jetzt ging es flach, teilweise aufwärts und dann wieder abwärts. Die 3 attackierten immer wieder. Ich ging hier nicht mehr mit und fuhr meinen Rhythmus. Die Rampen waren teilweise brutal und der Rücken schmerzte ohne Ende. Ich litt unglaublich, mir drückte es die Tränen heraus, die Schmerzen im Rücken war nicht mehr normal. Meine Taktik ging auf, denn wir 4 erreichten zusammen den höchsten Punkt in Ftan. Jetzt ging es noch gute 6 Kilometer scharf hinunter. Die Abfahrt ist technisch brutal schwer und alles auf loosem Schotter, Kurven und Schlaglöcher und „Rippen“ ohne Ende. Ich litt brutal, die Schmerzen im Rücken war unglaublich und die vielen vielen Schläge waren auch noch dabei. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreiche ich dann den Ort Scuol. Die letzten gut 1.000 Meter waren nochmals Asphalt. Ich gab nochmals alles und finishte nach 1 Stunde, 29 Sekunden, 58 Hundertstel und 8 Tausendstel als 7ter Overall. In meiner Altersklasse war dies der 1. Platz. Mit diesem Rennen bin ich total zufrieden. Die Platzierung auf dieser sehr schweren Strecke ist einfach ein Traum. Gottseidank ging alles gut aus. Dieses Rennen hat mich körperlich und physisch total an die Grenzen gebracht, es war brutal hart. Sag niemals nie, aber es ist durchaus möglich, dass dies mein letzter MTB-Marathon war, denn dies scheint mit meinem Rücken nicht mehr möglich zu sein. Gratulation an alle Fahrer und natürlich an die Sieger, unglaublich wie hier geblockt wurde. Danke an den Veranstalter für das tolle Rennen und danke an alle, dass die COVID-19 Regeln perfekt umgesetzt wurden. Vielen Dank an meine Freundin für die super Betreuung. Ein paar Fotos sind in der Rubrik –> Fotos –> MTB ersichtlich. Wie es jetzt weitergeht kann ich nicht sagen, da es stark von meiner Genesung abhängt. Hoffen wir das Beste. Hoffe es läuft so ähnlich weiter, lg und bis bald euer Schmitti

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