19. Platz beim Tannheimer Tal Radmarathon

Hallo zusammen!

Heute nahm ich beim Tannheimer Tal Radmarathon teil. Da ich die letzten Tage schon sehr am Anschlag war, nahm ich mir vor dieses Rennen nur als „Training“ zu fahren und einfach zu finishen, was auch schon sehr schwierig werden wird. Die Strecke hat mit 220 km und 3.500 Höhenmeter doch einiges zu bieten. Pünktlich um 6.00 Uhr erfolgte der Startschuss für das über 1.000 Mann/Frau große Starterfeld. Gleich nach dem Startschuss ging es wellig dahin. Bei Kilometer 20 ging es dann gleich auf das Oberjoch. Hier konnte ich mich vorne platzieren und mit der Spitze mithalten. Es waren jetzt noch ca. 50 Fahrer vorne. Nach der Abfahrt ging es weiter über den Anstieg bei Wertach. Puh, der Anstieg war brutal, ein Tempo ohne Ende und eine sehr steile Anfahrt. Hier konnte ich auch noch mit Mühe mithalten. Das Feld sank auf ca. 15 Mann ab. Nach der Abfahrt wurde nicht mehr voll gefahren und so waren wir dann bald wieder das 50 Mann Feld. Ich versuchte dann mit 2 anderen Fahrer wegzufahren und war dann in Kranzegg sogar 3ter Overall. Ich gab natürlich alles, obwohl ich wirklich nur mitrollen wollte. Nach einigen Zwischensteigungen folgte jetzt der steile Anstieg auf den Riedbergpass. Hier zeigte mir mein Körper deutlich dass es so nicht weitergehen kann. Ich litte ohne Ende, ich war kurz vor dem absteigen, es war nur noch hart. Irgendwann kam ich dann oben an. Das Feld war natürlich komplett auseinandergerissen. Nach der Abfahrt nach Balderschwang war es echt gemein. Vor mir eine ca. 30 Mann große Gruppe, die super zusammenfuhr, hinten ich. Ich gab echt nochmals alles, kam aber nicht näher. So ging das ein paar Kilometer, dann war ich am Ende und rollte gemütlich durch den Bregenzerwald. Irgendwann kam ich dann in Egg an. Jetzt hinauf nach Schwarzenberg, puh, wieder nur am leiden. Irgendwann holte mich dann eine größere Gruppe von hinten ein. Ich war so fertig, dass ich die größte Mühe hatte, hier mitzuhalten. Der Anstieg auf den Hochtannbergpass fuhr ich einfach nur ums überleben, dennoch war ich schneller wie die Gruppe. Nach hartem Kampf kam ich dann oben an. Jetzt folgten die schweren Kilometer durch das Lechtal, Gegenwind ohne Ende, echt nur noch brutal, teilweise 25 km/h, bei vollem Einsatz. Hier waren wir zu 3 unterwegs. Immer wieder schauten wir uns um, ob wir eingeholt werden. Dies waren brutale Kilometer. Nach endlosem Leiden und Fahren kam dann die 200 Kilometer Marke. Jetzt nochmals zur Labe, wieder die Flaschen füllen und jetzt den Anstieg auf den Gaichtpass. Gruppe war weg und so fuhr ich alleine. 1 Fahrer konnte ich noch einholen. Nach hartem Kampf kam ich oben an, aber jetzt folgen nochmals 15 Kilometer ins Ziel. Alle wieder im Gegenwind und nur aufwärts. Ich drehte mich um und sah hinter mir eine 6 Mann große Gruppe. Jetzt mobilisierte ich nochmals alles um vor der Gruppe zu bleiben. Dies war echt brutal, leiden ohne Ende, aber nach endloser Schinderei kam ich zur 1.000 Meter Marke. Das Feld war noch ein paar Sekunden hinter mir, aber ich schaffte es ganz knapp vor dem Feld ins Ziel. Dies war der 19. Platz in meiner Altersklasse und der 30. Platz Overall mit einer Zeit von 6 Stunden, 36 Minuten und 20 Sekunden. Das Ergebnis ist top, aber heute war es echt nur noch brutal. Ich war mir nie sicher, ob ich überhaupt finishen darf. Ich litt ohne Ende. Ich hätte einfach langsamer fahren sollen, aber mein Körper zeigt mir jetzt deutlich, dass es Zeit für eine Pause ist. Die werde ich jetzt machen, d.h. ich werde auch die nächste Zeit keine Rennen bestreiten. Ich erhoffe mir damit, dass ich wieder frei im Kopf werde und dass es mir auch wieder körperlich besser gehen wird. Die letzten Wochen waren einfach nur noch knüppelhart, aber auch wunderschön. Gratulation an den Sieger und an alle Finisher. Hoffe ihr seit alle gut durchgekommen. Danke an meine Freundin für die super Unterstützung. Ein paar Fotos sind in der Rubrik –> Rennrad –> Fotos ersichtlich. Lasst es euch gut gehen und schaut auf euch. Ich hoffe ich komme wieder zurück. Hoffe es läuft dann so ähnlich weiter, lg und bis bald euer Schmitti

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