2. Platz bei den Wachauer Radtagen

Hallo zusammen!

Heute nach ich bei den Wachauer Radtagen in Mautern teil. Nach den 2 vergangen harten Tagen und den doch einigen Kilometern Anfahrt entschied ich mich heute die kurze Strecke zu fahren, d.h. es mussten 50 Kilometer und 564 Höhenmeter bewältigt werden. Am Start standen 391 Fahrer- und innen. Da ich nicht oft im „Osten Österreichs“ bin, kannte ich niemanden. Puh vor dem Start war ich schon angezählt ohne Ende, ich war einfach nur total kaputt und platt, dennoch wollte ich dieses Rennen unbedingt fahren. Pünktlich um 9.06 Uhr erfolgte der Startschuss. Die ersten gut 1,5 – 2,0 Kilometer waren neutralisiert und dann ging es gleich eine Rampe hinauf. Es war wie ein Sprint, alle gaben Vollgas,… Ich hatte hier extreme Mühe um dranzubleiben, der Puls war glaube ich schon bei 200. Oh no, dies kann ja was werden. Als wir auf der Kuppe oben waren, sah ich, dass 3 Mann sich leicht abgesetzt hatten. Ich gab jetzt nochmals alles und konnte zu den 3 vorne aufschließen, dies war brutal hart. Danach ging es eine kurze, aber sehr schnelle Abfahrt hinunter. Zu 4 drückten wir ordentlich aufs Tempo. Es ging jetzt immer „rampenmässig“ hinauf, dann wieder flach, dann wieder hinauf, dann ganz kurz ganz steil, oder nicht so steil und dann ein bisschen länger, blöd zu beschreiben, aber solche Steigungen gibt es in Vorarlberg meiner Meinung nach nicht. Jede Steigung hinauf attackierte jemand anderes aus der Gruppe. Ich war einfach nur beschäftigt immer dranzubleiben, dies war schon verdammt hart für mich. Im „flächeren Teil“ durfte dann immer ich vorne fahren. Irgendwann bei einer Attacke fiel ein Fahrer aus unserer Gruppe leicht zurück und jetzt harmonierten wie 3 (Mario Obermeier, Michael Harrer und ich) super. Der 4te Fahrer hing dann immer gute 100 Meter hinter uns, konnte aber dann nicht mehr aufschließen. Die Attacken bei jeder Steigung gingen immer weiter, aber irgendwie konnte ich immer dranbleiben. Es war einfach nur brutal hart für mich dieses Tempo zu halten. Als wir dann auf dem höchsten Punkt waren, folgte eine sehr schnelle Abfahrt mit Topspeed von gut 80 km/h und ein paar Kurven. Weiter unten wurde es etwas flächer und mir passierte eine Unachtsamkeit. Vorne wurde attackiert und ich verpasste das ganze,… Die beiden vorne fuhren jetzt gut zusammen und ich als 3ter hing doch deutlich zurück. Jetzt fuhren wir der Donau entlang, meistens flach. Ich drückte echt Vollgas auf das Pedal, aber das Loch blieb gleich oder wurde sogar größer. Mario Obermeier ist ein sehr guter Zeitfahrer und das spürte ich jetzt deutlich. Oh no, dass hätte mir nicht passieren dürfen, aber jetzt versuchte ich einfach meinen 3ten Platz zu halten. Ich stellte mich jetzt auf ein Zeitfahren ein, denn hinter uns war eine 12 Mann Gruppe auf der Verfolgung. Mein Körper wurde jetzt immer besser und besser und irgendwie glaubte ich, dass ich den Anschluss noch schaffen kann. Nach gut 10 Kilometern brutaler Fahrt mit Spitzen über 50 km/h konnte ich auf die 3 wieder aufschließen. Dies machte mir doch brutal Spaß :-). Irgendwann hatten wir dann noch 10 Kilometer Fahrt ins Ziel. Keiner wollte mehr fahren und so fuhr ich das ganze von vorne, denn ich wäre mit einem 3ten Platz total zufrieden, und die 12 Mann hinter uns drückten sicher auch aufs Tempo. Bei den Gegensteigungen durfte ich nicht vorne fahren, da die beiden dann immer attackierten,… Aber auch hier blieb alles zusammen und dann durfte ich wieder von vorne kurbeln. Jetzt sah man die Zielgerade, ok was soll ich machen,…. Nichts einfach fahren was geht. Irgendwann zog ich dann das Ding von vorne an und wurde noch kurz vor dem Ziel von Mario Obermeier abgefangen, konnte aber als 2ter Overall noch vor Vorjahressieger Michael Harrer finishen. Die Zeit betrug 1 Stunde, 15 Minuten und 4 Sekunden, dies war ein 40 km/h Schnitt. Mit diesem Ergebnis bin ich total zufrieden, weil heute habe ich einfach gelitten ohne Ende, es war brutal hart, die ständigen Attacken, der Wind, das Auf und Ab, es war einfach nur hart. Im Ziel war ich total K.O. Mit diesem Ergebnis bin ich total zufrieden, denn das hätte ich mir wirklich nicht gedacht, die letzten Tage waren doch mehr wie hart. Es hat mir heute wirklich sehr viel Spaß gemacht, solche Rennen liebe ich, auch wenn ich leiden und sterben muss :-). Diese 3 Tage waren einfach nur super, aber auch brutal hart und sehr anstrengend, dies wollte ich einfach einmal ausprobieren. Danke an den Veranstalter für das tolle Rennen und die sehr tolle und vor allem sehr schöne Streckenführung. Ein paar Fotos sind in der Rubrik –> Fotos –> Rennrad ersichtlich. So jetzt werde ich mich wirklich erholen, weil ich kann euch sagen, ich bin total im Sand. Danach werde ich schauen wie es weiter geht, lg und bis bald euer Schmitti

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

14 + 17 =