Bandscheiben – OP

Hallo zusammen!

Die letzten gut 12 Wochen waren für mich der blanke Horror. Dass ich schon jahrelang extreme Rückenschmerzen und Probleme habe,  war ja bekannt. Anfang Dezember hat das Unheil angefangen, ich hatte extreme Rückenschmerzen und auch totale Beinschmerzen, es zog mir in beide Beine. Ich dachte mir noch nicht viel dabei und lebte und arbeitete mein Leben mal weiter. Von einem auf den anderen Tag konnte ich nicht mehr gerade stehen, geschweige laufen. Ich konnte nur noch „huppeln“, wenn ich mich total nach vorne gebückt habe. So ging ich noch ein paar Tage zur Arbeit, es war brutal hart, aber ich dachte es wird. Am Freitag Mittag ging dann gar nichts mehr. Ich ging zu meiner Ärztin und bekam gleiche Infusion und den Tipp mich über das Wochenende zu schonen. Gegen Abend hin wurden die Schmerzen in den Beinen immer mehr und mehr, es war die Hölle. Ich konnte nicht mehr und so brachte mich meine Freundin ins LKH nach Feldkirch. Hier kam ich aufgrund meiner Haltung und meinen Schmerzen gleich dran. Herr Dr. Angerer checkte mich durch, gab mir 3 Infusionen und meinte ich könne gleich da bleiben. Nach einem negativen Coronatest wurde ich ins Zimmer gebracht. Pro Tag bekam ich an die 7-8 Infusionen und Morphium Pflaster. Die Schmerzen waren eigentlich danach immer noch da. Ich vegetierte im Zimmer vor mich hin, meine Zimmerkollegen waren auch sehr nett, aber hatten auch Schmerzen ohne Ende. Nach dem MRT war klar, dass ich einen großen Bandscheibenvorfall hätte. Am nächsten Tag wurde ein kleiner Eingriff (Infiltration am Rücken) gemacht. Puh, es war schmerzhaft, aber eine Erlösung, ich spürte auf Anhieb meine Beine nicht mehr und der Schmerz war natürlich auch weg. Diese Kortisonmischung hat ungefähr 4 Stunden angehalten, danach kam der Schmerz wieder zurück, es war besser, aber immer noch stark. Ich konnte nach gut 4-5 Stunden auch wieder laufen. In Summe durfte ich nach einer Woche Aufenthalt im LKH Feldkirch wieder nach Hause. Ich bekam jetzt 3 Wochen Krankenstand und durfte nur liegen und schonen. Ich hatte das Gefühl es wird besser. Aber um Weihnachten / Neujahr wurde es wieder schlimmer und schlimmer. Jetzt waren die Scherzen nicht mehr aushaltbar, ich konnte jetzt gar nicht mehr laufen, auch sitzen, liegen,…, es war einfach nichts mehr möglich. Meine Freundin brachte mich wieder ins LKH Feldkirch. Nach dem negativen Coronatest durfte ich gleich wieder „einziehen“. Am nächsten Tag wurde gleich nochmals eine Infiltration mit Kortison gemacht. Dieses mal spürte ich nur noch den Schmerz, aber sonst überhaupt keine Besserung mehr. Die Ärtze waren ratlos und sagten mir, Sie überlegen sich was. Am nächsten Tag kam dann Hr. Dr .Obwegeser zu mir und sagte, wir handeln gleich, wir müssen sofort operieren, bevor es mir den Nerv im Rücken noch ganz abzwickt. Am 05.01.2021 um ca. 18.00 Uhr wurde ich dann operiert. Nach einer 3 stündigen Operation kam ich dann in der Nacht wieder aufs Zimmer. Es war super, der Schmerz war um 80% weniger und ich konnte meine Beine bewegen. Am nächsten Tag durfte ich laufen. Ich war zwar steif ohne Ende, hatte immer noch Schmerzen, aber ich schaffte es herumzulaufen, dies war so ein super Gefühl, ich konnte wieder laufen :-). Gegen 21.00 Uhr traf mich ein Arzt auf der Stiege und fragte was ich mache. Ich sagte Ihm, ich bin so happy, ich kann wieder laufen, ich war so glücklich, es war für mich einer der besten Momente in meinem Leben, echte Glücksgefühle. In Summe nach einer Woche LKH Feldkirch durfte ich wieder nach Hause. Jetzt hieß es 6 Wochen nur liegen, max 10 Minuten / Stunde stehen oder laufen, mehr durfte ich wegen dem Heilungsprozess nicht machen. In diesen 6 Wochen habe ich Homeoffice gemacht und mit dem Laptop im Bett gearbeitet. Auch dies war eine brutal schwere Zeit mit einem großen tiefen Loch. Mittlerweile darf ich wieder fast alles machen, mit Maß und Ziel, max 5 kg Heben für die nächsten 12 Wochen, nicht lange Sitzen,…. Die Schmerzen im Bein (Nervenschmerzen) sind leider immer noch da, aber dies kann noch Monate/Jahre andauern oder sogar mein Leben lang bleiben. Diese Zeit war sicher die brutalste in meinem Leben, solche Schmerzen, so viele Tränen, so viele schwere Minuten, es war einfach brutal, so hilflos zu sein. Ich möchte mich in erster Linie bei meiner Freundin Manuela für alles bedanken, sie war immer Tag und Nacht für mich da, ein großes Dankeschön an das ganze Team vom LKH Feldkirch, die Ärzte und das ganze Pflegepersonal war supernett und hat sein Bestes für mich gemacht – vielen vielen Dank dafür. Da ich in Summe 9 Wochen nur liegen durfte, fehlt es natürlich momentan an allem bei mir, ich hoffe ich schaffe das ganze wieder und werde wieder ganz gesund und hoffentlich auch schmerzfrei, ich bete jeden Tag dafür. Ich hoffe alles wird wieder. Hoffe es geht jetzt bergauf, lg euer Schmitti

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